Mittwoch, 27. November 2013

Lieber Hochstapler,

in der ARD bei Maischberger auf der Couch sitzt ein Hochstapler, der als Psychiater gearbeitet hat. Seine Argumentation, unter anderem der Beruf eines Psychiaters sei nicht sehr komplex.
Ich befinde mich auch gerade in einer Art Hochstaplerei.
Ich versuche eine schwierige Phase in einer Beziehung zu überleben. Ich schreibe bewusst, in einer Beziehung und nicht in meiner Beziehung. Ich versuche mich selbst, ihn und uns von außen zu betrachten.
Heute sagt er zu mir: `Du musst reif an eine Sache heran gehen. Du verwendest alles, was ich Dir einmal im Vertrauen gesagt habe als Waffe gegen mich.´ Der Mann, den ich über alles liebe denkt er befindet sich im Krieg gegen mich. Er fühlt sich bedroht und er denkt vor Allem, dass er sich verteidigen muss. Meine Gedanken, meine Welt benutzt ganz andere Vokabeln. Kann man jemanden bedrohen, wenn man selbst das Wort bedrohen nie benützen würde?
Er macht mich verrückt, ich mache ihn verrückt.
Wir reden noch miteinander, weil wir uns lieben.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich verstehe mein eigenes, sowie seines Verhalten nicht mehr.
Mein Fazit: Ich muss meine Erwartungen zurücknehmen. Ich kann und mach mich absolut verrückt, wenn er sagt, er kommt in der nächsten halben Stunde und taucht auch nach einer Stunde nicht auf. Ich dreh durch, wenn ich mich manipuliert und zurückgewiesen fühle. Ich kann nicht an meinem Vertrauen zu ihm arbeiten, wenn ich mit der Hand an der Stirn auf Abstand gehalten werde. Wenn das passiert, bauen sich meine Muskeln automatisch auf, weil ich gewinnen muss.
Vertrauen ist so wichtig in einer Beziehung. Ich hatte ja keine Ahnung von was die Leute reden, wenn sie das gesagt haben.
AMAZING SUMMER

Mein Sommer ist unbeschreiblich.
Ich lese ein Buch von Hemingway, die Geschichte beginnt mit den Flitterwochen eines Pärchens. Es wird beschrieben, was gegessen wird, wie oft Liebe gemacht wird.
Besonders gut ist der Autor, wenn er unwichtige Nebensachen seitenweise beschreiben kann. 1000 Worte für das Verzehren eines Kaffees.
Das kann ich schon lange.
10.000 Wörter für meinen Sommer.

Brief
Heute geht mein Brief an die Religion.
Seit Tagen schon habe ich John Lennon's “Imagine“ im Kopf. Kennt Ihr den Text. Es ist ein sehr einfacher und eingängiger Text. Einfache Wörter aber eine schwierige Message.
Also ich saß in der Ubahn und sah dieses Mädchen ein Kopftuch tragend und ein Sitz vor ihr ein Mädchen, das kein Kopftuch trug. Und ich dachte so bei mir Kopftuch oder nicht, völlig egal. Der Unterschied liegt in der Entscheidung. Die Entscheidung einen Lebensstil zu leben. Ein religiöses Leben oder eben nicht.
Und daraus resultiert, dass es gar keine Religionen gibt sondern nur Menschen und Entscheidungen. Wo wir wieder bei John Lennon's Imagine wären.

Sonntag, 24. November 2013

Heute ein Brief an das Fernsehprogramm an diesem wundervollen Sonntag.
Leider, leider läuft rein gar nichts Gutes im TV. Die Sender überbieten sich mit ...
Nein, so schlimm war es eigentlich auch nicht. Schließlich läuft der Fernseher nun auch schon seit drei Stunden. Gegen neun also bin ich zu Hause angekommen, habe das Essen aufgewärmt und den Nachtisch vorbereitet. Der Fernseher soll eine gemütliche Atmosphäre vermitteln. Das ist mein zu Hause, hier lass ich nur die besten Schauspieler Hollywoods rein.
Und da ist sie auch schon, Nicole Kidman in “Die Dolmetscherin“, auf arte. Den Anfang des Films habe ich nicht mitbekommen und wünsche mir tatsächlich die Zeiten zurück in denen die Blockbuster auf arte um 20:45 Uhr anfingen.
Danach der Dokumentarfilm, im Rahmen eines neuen Dokumentarfilm-Festivals.
Dann RTL 2 the Terminator, oh Mann.
Zum Glück ist es nicht mehr lang bis Columbo läuft. Super RTL, der neue heimliche Frauensender.
Ich bin nicht begeistert vom TV-Programm, aber wenn der Sonntagabend so bleibt, dann lässt es sich gut leben.

Donnerstag, 21. November 2013

Heute geht mein Brief an die Geschlechter.

Es wird nie eine Einigung geben zwischen den Geschlechtern. Immer wieder verletzen wir uns gegenseitig, weil wir zu egoistisch sind uns in den anderen hinein zu versetzen. Wir werden nie verstehen was in dem anderen vorgeht. Eine Frau denkt vielleicht ausschließlich an Kinder und der Mann nur an genügend Geld. Während sie vielleicht schon in die gleiche Richtung schauen, werden sie es nie schaffen. Man kann es schaffen. Wenn man Dinge akzeptiert, über sein Ego hinweg sieht. Aber wer macht das schon gerne?  Am Ende ist man nämlich immer mit sich allein. Man klärt Dinge nun mal nicht mehr mit den Eltern. Wenn man es je mit ihnen geklärt hat. Man hat nur noch sich selbst. Die eigenen Gefühle sagen einem schon wo es langgeht.

Es ist zu komplex, das Thema.

Ja, man kann es mit Humor sehen. Der Mann will sein Leben lang jagen und sammeln, das steckt ihm in den Genen. Die Frau will horten, kreieren. Warum mühen wir uns ab? Warum wollen wir unbedingt begreifen worum es geht. Warum die Philosophie und Anthropologie jahrelang studieren? Ich sage Sartre hatte einfach nur Glück, dass sein Weibsbild schlauer war als er. Wäre sie das nicht gewesen hätte sie ihm schon längst...Und zwar mit der gusseisernen Bratpfanne.

Ja, man kann es auch einfach abwarten was passiert. Wir seien auf dem richtigen Weg. Mmmmh, vielleicht. Aber ich sage Dir der Weg war schwer und meine Füße haben Schwielen und Narben. Und ich will vielleicht auch nicht mehr weitergehen, weil meine Blasen anfangen zu bluten.

Ja, man kann darüber schreiben. Aber nie werde ich festhalten können was für eine Art von Fragezeichen es in meinem Kopf hinterlässt, wenn ich darüber nachdenke was wir schon wieder für einen Schwachsinn zusammen gestritten haben. Ich bin überzeugt, dass ich mir einfach nicht über meine Rolle im Klaren bin. Ja, meine Geschlechterrolle in diesem Dialog, diesem Stück für eben nur uns, zwei Schauspieler.
Heute geht mein Brief an die Toilettenbürste.

Bah, kannst Du Dich nicht selbst reinigen?
Ob ein klein wenig Farbverlauf oder total verdreckt, allein Deinen Griff zu halten, bringt mich dazu in Gedanken zu würgen. Aber dann würde ich die Toilette noch mehr verschmutzen, ergo müsste ich sie endlich weiteres mal sauber machen. Und womit? Mit der immer gleichen Bürste. Oder eben zu Hause der selben. Aaaaaah.
Seit Wochen will ich schon zu IKEA düsen und mir einen jahresvorrat an toilettenbürsten kaufen, damit ich sie jedes mal wie einen einweghandschuh entsorgen kann.

Meine lieben Damen und Herren (und damit meine ich nicht nur die japaner, die ja offensichtlich die Notwendigkeit als einzige erkannt haben) erfinden sie bitte eine Toilette, die sich selbst reinigt, so dass ich keine klobürste mehr am stinkestengel anfassen muss um mein verdautes Mittagessen das Rohr hinunter zu massieren.

Ich schwöre Morgen widme ich mich wieder den schönen Dingen des Lebens.

P.s. heute kein Bild

Freitag, 28. Juni 2013

Liebes Filmtagebuch,

heute habe ich den Film "Man of steel" geschaut.
Der neue Film von einem meiner Lieblingsregisseuren Christopher Nolan. Mit Filmen wie "Inception", die neue Batman Reihe "The dark knight" hat er mich schon vor Jahren überzeugt. Aber wie das so mit der Liebe zu Regisseuren ist, es dauert Jahre bis man sich bewusst wird, dass man einen Lieblingsregisseur findet und sich seiner Liebe zu den Filmen bewusst wird.
Nun, "Man of steel" wurde groß gehypet. Werbung bis zum geht nicht mehr.
Auch mich hat es erwischt, als ich den nichtssagenden aber dadurch besonders spannenden Trailer gesehen habe. Ich war schon immer ein Fan von Comicverfilmungen und bin ein Fan von Clark Kent und Louis Lane seit ich die amerikanische Serie im deutschen TV gesehen habe. Clark Kent damals gespielt von dem wunderschönen Dean Cain, den ich sogar einmal am Frankfurter Flughafen begegnen durfte.
Aber kommen wir zum Film. Die Filmmusik ist ähnlich imposant und düster wie in den Dark knight Verfilmungen. Die Bilder sind auch eher düster und der Film beginnt mit einer Szene in Outer space, auf Krypton, dem Planeten auf dem Superman geboren wurde. Den Vater von Superman spielt Russel Crowe. Der weltliche Vater wird gespielt von Kevin Costner. Louis Lane ist Isla Fisher (sieht Amy Adams nicht haargenau aus wie Isla Fisher?). Alles Schauspieler, die ich gerne sehe. Und die ich mich freue zusammen wiederzusehen. Journalismus, Militär, Verschwörungen, außerirdische Intelligenz all dies sind Themen, die der Film gerne aufgreift. Auch Lois Lane ist nicht einfach nur eine Journalistin eines lokalen Blattes in Metropolis, sondern eine agressive Journalistin, mit internationalen Kontakten. In der vierundvierzigsten Minute tritt Superman seinem Vater gegenüber. Er sagt tatsächlich "Ich bin Dein Vater."
Die düstere Technik, Mechanik. Die Szenen sind fast schwarz weiß gehalten. Es erinnert an Star wars, wenn ich Star wars je bewusst gesehen hätte. Der Regisseur tobt sich aus. Ich schätze man will mal wieder 3D in seiner besten Form zeigen. Mich nervt das 3D nur. Mich würde es freuen, wenn ich im Kino immer einen perfekten Platz hätte, aber wer hat schon Zeit seinen Kinobesuch lange zu planen? Mich würde 3D freuen, wenn ich ein Heimkino hätte und die Lautstärke regulieren könnte, aber wer hat schon genug Geld um sich ein tolles Heimkino zu kaufen?
Die Geschichte, eine außerirdische Zivilisation, die untergeht, weil die Geburtenkontrolle der Regierung den natürlichen Lauf der Welt stört. Der Kern des Planeten Krypton gerät aus dem Gleichgewicht. Puff.

Mein Urteil: Na ja.

Noch habe ich den Film nicht annähernd bis zur Hälfte angesehen. Vielleicht werde ich ihn mir im Kino ansehen.
Jetzt hat Superman seine Uniform an und fliegt das erste Mal. Die Musik ist imperialistisch. Weiter gehts mit Louis Lane, die Recherchen über Clark Kent macht.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Liebes Buch von Marina Lewyckas mit dem Titel "Caravan",

schön, dass es Dich gibt. 
Dies wird ein Brief an ein Buch. Ich könnte auch die Autorin anschreiben, aber da sie vielleicht nie dazu kommen wird, meine Kritik zu lesen, beschreibe ich das Buch.
Ich genoss es sehr dieses Buch zu lesen. Empfohlen von einer Freundin stand es bestimmt ein Jahr lang ungelesen in meinem Bücherregal. Dann in der Übergangszeit vom langen Winter zum Frühling las ich es. 
Der Schreibstil, die Erzählform ist so zugänglich und sehr einfach zu folgen. Es wird aus der Sicht mehrerer Erdbeerpflücker aus verschiedenen Nationen erzählt. Gebürtig in verschiedenen Nationen aber als Erdbeerpflücker in Großbritannien tätig. 
Schon bald hat man Mitleid mit der Protagonistin und wünscht sich, dass sie ihre Liebe in ihrem Kollegen findet. Dieser Kollege bleibt auch tatsächlich an ihr dran und rettet sie, wie einer der großen Helden aus verschiedenen Situationen und mit großen Gesten aber wenigen Worten.
Nach einer Zeit und die Passagen, die von dem mitreisenden Hund verfasst oder zitiert sind, ließt man quer. Jedenfalls musste ich das, weil ich den Verlauf der Geschichte beschleunigen wollte. Nicht unbedingt, weil es langweilig wurde, sondern weil meine Vorstellungskraft, wie bei jedem von mir gelesenem Buch, immer einen Schritt voraus war. 
Ich wünschte wirklich mein Beruf würde der des Adaptat
ionen schreibenden sein. 
Ich roch, ich sah, ich fühlte die Hitze und die abgetragenen Schuhe der Protagonisten und die Uniform der Kellnerin. Ein Hoch auf die Vorstellungskraft oder die Magie, die entsteht wenn ein Text diese Bilder in den Köpfen der Leser entstehen lässt. 
Was genau hängen geblieben ist von der Geschichte ist, unter anderem auch die detaillierte Beschreibung der Hühnerverarbeitungsfabrik in Großbritannien.
Schreckliche Szenen von teilweise noch lebend verarbeiteten Hühnern auf einer Farm in mehreren Hallen. Und das glückliche Huhn auf der Verpackung der Chicken Wings (in der Adaption). Im Internet kursieren zur Zeit zahlreiche und immer noch nicht genügende Videos von solchen Massenvernichtungen von Tieren. Sollten wir alle Vegetarier werden? 
Das Geschäft mit Waren, Genussgüter, trockenen Waren und Menschen (Arbeitskräfte). Ich sage, `Caravan` zeichnet einen psychologischen Zugang zu unserer Gesellschaft. Und es ist eine Sichtweise auf das fortschrittliche Europa, denn trotz der Träume, die verwirklicht werden können, trotz der Millionäre, die es hervorbringen kann, kann es genauso gut auch Seelen, Herzen und Menschen brechen. 
Ich sehe eine Stadt, eine Gesellschaft doch nicht anhand einer Statistik. Anhand einer prosperierenden Wirtschaft. Nein, ich komme in eine Stadt und schaue dem Obst- und Gemüsehändler ins Gesicht. Ich sehe die gestresste Geschäftsfrau neben mir, die ihren Kaffee ausschließlich `to go` genießt. Ich laufe durch die Einkaufsstraße und bemerke, dass derjenige vor mir ungeduscht riecht. Ich bemerke, dass er nicht regelmäßig zum Friseur geht, weil er Wichtigeres zu erledigen hat. Wie zum Beispiel einen neuen Job oder eine neue Wohnung zu finden. Ich bemerke die Plätze an denen sich die Betrunkenen treffen, an denen die Obdachlosen schlafen.
Eine Gesellschaft ist für mich genau das, was in diesem Buch beschrieben wird.  

Ich melde mich zurück, wenn ich Deine Fortsetzung lesen darf.
Jey

Dienstag, 28. Mai 2013

Liebes Hamburg,

meine Perle?
Ja, gestern habe ich Dich geliebt. Ich war flanieren in der Innenstadt. Ich bestaunte das Rathaus, Deine zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, Deine Kirchen, den Jungfernstieg. Ich war meines Atems beraubt als ich meine Liebe auf mich zukommen sah. Ein Mann, der sich eingefunden hat in einer Stadt, die mir so fremd ist wie ein fernes Land. Symbiotisch mit der Menge schlenderte er vom Gänsemarkt in Richtung Alsterhaus an der Alster. Ein Lächeln; zwischen den Häuserreihen blizte die Sonne durch, färbte die blühenden Bäume in ein sattes, zufriedenstellendes Grün. Die Luft so rein, wie beim ersten Atemzug, den ich hier in der Stadt machte. Mit einem Hauch von Meer in der Nase spazierten wir von einem Platz zum Nächsten, so vertraut mit jeder Ecke. Hier müssen wir kurz die Anmeldebedingungen checken. Dort können wir ein paar Trauben kaufen. Hier wollte ich noch eben nach Kontaktlinsen fragen. Lass uns einen Laffee (Kaffee Latte) trinken und draußen sitzen. Etwas zu frisch. Der Rückweg mit dem Bike. Kurzer Zwischenstopp an der Europapassage, die Sonne scheint immernoch. Alle Fahrräder vergriffen. Es scheint allen Hamburgern geht es heute gut.








Aber ich liebe Dich nicht immer. Ich weiß, Du änderst Dich nicht. Wenn ich etwas ändern muss, dann ist es meine Einstellung zu Dir. Ich muss sagen, gestern hattest Du eine besondere Ausstrahlung, die ich so an Dir noch nicht erlebt habe. Oder war es meine eigene?
Ich wünsche mir immer solch schönen Momente. Ich wünsche mir Sonnenschein. Ich wünsche mir warme Temperaturen. Ich wünsche mir so vieles. Lass uns zusammen etwas aufbauen. Lass und zusammen daran arbeiten. Du, meine Perle und ich. Ich poliere Dich und strahlst für mich, einverstanden?

Deine Jey

Liebe Brüste,

links und rechts. Was ist los? Was soll das?
Ich leide unter eurer Anwesenheit. Ich kann euch nicht bewegen, nicht bekleiden. Und im Normalfall lagt ihr frei in der Nacht. Bettetet euch in harmonischer Zweisamkeit auf meiner Brust. Aber jetzt. Solche Schmerzen, jedes Mal bin ich vom Neuen überrascht. War es jemals so schlimm? Kann es noch schlimmer werden. Bin ich einfach etwas empfindlich? Wenn ich meine Muskeln, wie Arnie spielen lasse, schmerzt es. Wenn ich jemandem eine herzliche Umarmung schenken möchte, schmerzt es. Wenn ich eine Kiste hebe, wenn ich meinen Rucksack an mich presse um Platz zu nehmen, schmerzt es. Der schlafende, beschwerte Arm meines Freundes, liegt immer flasch. Eine spontane Umarmung oder Kuschelattacke in der Nacht ist einfach nicht möglich. Und so bin ich nicht nur von euch isoliert, sondern auch von dem Rest der Welt. Manchmal muss ich mir an den oberen Teil meiner Brust festhalten um auf den Schmerz zumindest zu reagieren. Natürlich will ich reagieren. Ich will, dass es aufhört. Ich esse regelmäßig Leinkörner, aber zu wirken scheint es nicht.
Meine lieben, ich bin enttäuscht. Ich wünsche mir einen BH, der nicht zu eng sitzt, der keine Bügel hat und auch in der Nacht nicht verrutscht. Ich wünsche mir einen gefütterten BH, der mich vor allem vor und hinter mir schützt. Ich wünsche mir eine heilende Hand, die den Druck nimmt. Zurück zu den leblosen Schläuchen, klein und fast unsichtbar.
Wenn sie klein sind, wünsche ich sie mir groß. Wenn sie groß sind, schmerzen sie. Und wöchentlich wechselt mein körperlicher Zustand. Genauso wie mein seelischer.
So, mehrere Wochen später...
Der Verzehr von Leinsamen soll helfen. Die vegane Ernährung soll helfen. Ich versuche beides. Ich kann schlecht auf einen leckeren Lattemacchiato verzichten, genauso habe ich Gelüste auf Kinder Country, Kinder Riegel. Jeden Tag wird es besser. Ich esse morgens warm und es schmeckt mir. Ich bin ein wenig öfter hungrig, aber dann auch glücklich, wenn ich auf einem Snack, wie zum Beispiel Trauben oder einen Musli mit frischen Bananen und oder Aprikosen oder einen Musliriegel zurückgreifen kann. Ich gehe bewusster in den Laden, Rossmann oder dm um Minuten an dem Bioregal zu stehen und die Preise zu vergleichen, bzw. die Vielfalt und die Größe der Verpackungen zu bestaunen.
Soviel zur veganen Ernährung.
Das schlimme bei der veganen Ernährung, dass man immer versucht andere von seinem eigenen Glück zu überzeugen. Unsere beiläufigen Unterhaltungen drehen sich viel öfter ums Essen als wir mitkriegen. Und so oft wollen wir ein Eis, was vom Bäcker oder einen Kaffee (was meist bedeutet Miniespresso mit viel Milch und Schaum). `Willst Du einen Schluck von meiner Cola?` Oder `Willst Du ein Stück von meiner Schokolade von vorhin?` Man will natürlich gerne ja sagen. So wie man es immer gemacht hat. Gleichzeitig ist man geschockt von seiner eigenen Schwäche auch nur daran zu denken ja zu sagen. Und schon erwischt man sich, wie man sein Gegenüber anzischt, ich esse nichts mit Milch und die Cola hat viel zu viel Zucker. Das solltest auch Du nicht trinken.
Aber zurück zum Empfänger dieses Briefs heute.
Liebe Chichas, ich bin so enttäuscht. Ihr macht mir das Leben schwer. Ich muss mit dem Kissen neben mir schlafen. Ich kann meinen Rucksack nicht mal heben ohne euch zu spüren und das Gesicht zu verziehen.
Ein Video auf youtube brachte mich darauf, Milchprodukte und Fleischprodukte zu meiden.
http://www.youtube.com/watch?v=MKMNETxfF9Q
Ich hoffe Ihr werdet mich im nächsten Monat nicht so nerven. Ich habe noch andere Dinge zu erledigen. Und mich damit zu trösten, dass jammern bei Schmerzen nicht hilft, das bringt´s nicht.
Ich bin neugierig diesen Brief in einem, zwei oder drei Monaten noch einmal zu lesen und schlauer zu sein als zuvor.

Grüße
Jey

Liebes Wer wird Millionär-Team,

ich würde mich gerne bewerben. So gerne sehe ich die Sendung und so oft weiß ich die Antwort und denke mir ich könnte auch den einen oder anderen Witz mit Günther robben.
Natürlich brauche ich das Geld. Und ich bin überzeugt, dass man eine Portion Glück braucht um weit genug zu kommen. Muss es unbedingt Wissen sein?
Ich weiß es nicht.
Ein Bekannter von mir hat sich erst kürzlich bei Euch beworben und nach einem ausführlichen Telefoninterview wurden ihm Fragen zur Kunst gestellt. Er hätte gerne einen Joker gezogen, denn in der Kunst kannte er sich nicht sonderlich gut aus. Er war aber, wie gesagt noch in der Vorauswahl und konnte keinen Joker ziehen. Er wurde abgelehnt.
In anderen Blogs, wohl auch von bekannteren Personen, wie Bloggern oder Schriftstellern, laß ich, dass sie wirklich persönliche Fragen beantworten sollten und dies auch einfach ablehnten und ihr Missfallen auch äußerten. Nicht nötig zu erwähnen, dass auch sie es nicht ins Studio auf den Stuhl, der die Welt bedeutet, schafften.
Also was soll ich davon halten?
Was soll ich davon halten, dass in jeder Sendung ein Kandidat aus Hamburg kommt. Erhöht es meine Chancen, da ich auch in Hamburg wohne? Oder leben hier in Hamburg einfach so viele geldgeile Menschen? Das Leben in Hamburg ist teuer, teurer als im Süden des Landes. Allerdings muss man ja nicht jeden Tag in der Europapassage flanieren und shoppen.
Will sagen, welche Kriterien muss ich erfüllen um ein Kandidat zu werden?
In der vergangenen Sendung saß eine Lufthansa Stewardess, Julia, etwa 28 Jahre alt, die mit Leichtigkeit Fragen zu Kinoprogramm und Oper beantworten konnte. Die Fragen, die ihr gestellt wurden zwangen sie mehr oder weniger spät einen Joker zu ziehen. Zum Beispiel um die Frage nach den südlichsten Städten im jeweiligen Bundesland. Eine klassische Publikumsfrage (alle). An der Frage nach der Vorbeschäftigung von Gucci, nämlich der Betrieb eines Gepäckstücke Laden, scheiterte sie. Sie gewann 64.000 Eur.
Nach ihr kam eine Dame an die Reihe, die bestimmt mal 10 Jahre älter war als die Stewardess, allerdings bekam sie Fragen ganz anderer Kategorie. Sie gewann nur 8000 Eur.
Was war das? Denken sie nicht, liebes WWM-Team, dass es dem Zuschauer auffällt, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
Bin ich wenn ich eine interessante Geschichte zu erzählen und eine angenehme, vorzeigbare Persönlichkeit habe denn prädestinierter als andere Kandidaten? Wird schon im Vorhinein entschieden, wie weit ich komme und wie lange ich somit auf dem Stuhl sitze?
Mach ich mir vielleicht auch zu viele Gedanken schon im Vorhinein, und verpasse damit mich einfach und auf dem normalen Weg zu bewerben.
In meinem Freundeskreis und in der Familie erzähle ich stolz, dass ich mir vorstellen könnte bei WWM mitzumachen. Ich bereite mich sogar vorsorglich schon auf mögliche Fragen vor. Ich habe eine Liste der Bundespräsidenten und Bundeskanzler.
Aber will ich wirklich Teil einer Show sein, die so unfair mit den Kandidaten umgeht?
Ein Spiel im Fernsehen, dass ich schon sehr lange verfolge, dass eigentlich ein korruptes Spiel ist.
1,- Eur kostet die Bewerbung einmalig. Das Telefoninterview will erwartet werden. Auch die Rückmeldung ob man zur Show kommt oder nicht. In der Show dann kurz vorher eine Schnelligkeitsfrage.
Kann ich das?

Bis bald
Jey

Mittwoch, 22. Mai 2013



22. Mai 2013

Liebster Reza,
mein Teuerster, meine Liebe, mein Leben. Als ich Dich traf, war mir klar, ich wollte Dich nicht mehr missen. Den ganzen Tag verbrachten wir zusammen in einer Stadt, die ich nie als meine Heimatstadt bezeichnen würde. Aber zum Glück machtest Du sie zu meiner. Unsere Ein-Zimmer-Wohnung sollte bald alles für mich werden. Gern nahm ich meine sieben Habseligkeiten um zu Dir an Deiner Seite zu leben und zu schlafen. Aufregend und unvergesslich sind für mich unsere Nächte. Deinen Atem, Deinen Rücken zu umarmen, Deine beschwerten Arme auf meinem Brustkorb zu fühlen, jede Nacht auf´s Neue und jeden Morgen darf ich neben Dir aufwachen.
Verlasse mich nie, mein Unsterblicher, mein Herz. Mit Freuden erwarte ich Deinen athletischen Körper zu liebkosen, Deine Muskeln zu umfassen, wenn Du mit mir Liebe machst.
Dein gutes Herz, Dein liebes Wesen, Deine unendliche Geduld, Dein Intellekt alles will ich aufsaugen und übernehmen. Du bist mein Vorbild, mein Führer, mein Engel, Du sollst es sein, der immer in meinem Herzen und meinen Gedanken steckt.
`Du hast die Anmut und die Reinheit, die die anderen nicht haben. Du hast alles was ich nicht habe. Je mehr ich mich Dir näher, desto ungeschickter bin ich. Mein Körper, meine Stimme, mein Gesicht.
Du hast Stil, Du bist delikat, Du bedienst Dich Gesten so zart. Das leichte Leben dieser Welt ist Deine Art. Du bist so sehr auch das, was Du nicht zu sein vermagst. Doch die Frauen wissen nicht von diesen Dingen, wenn Du sprichst.
Wenn Du vorbeigehst, dann scheint es wie ein Feuerwerk. Vor einem Himmel bist es Du, den ich bemerk. Deine Königlichkeit ist nur eine Königin wert. Ich bin wenig königlich.`
Dies sind Zitate, aber just wie ich gestern erwähnt habe, wenn ich gewusst hätte, dass ich Dich treffen würde... Ich bin sicher, dass ich es wusste. Denn mein Leben war ich auf der Suche nach einem wie Dich. Immer wieder und gerne wiederhole ich, meine Liebe zu Dir findet kein Ende.
Ich hoffe Dein Herz wird den Herzen folgen, die sich eingelassen haben auf die unerklärbare, unendliche Liebe. Ich hoffe Dein Herz wird heilen von den Wunden, die ich ihm zugefügt habe. Ich hoffe unsere Geschichte kann eingehen in die Geschichte der Generationen, die sich gefunden haben. Ich hoffe mein Herz wird Deinem Herz folgen. Ich weiß, dass sie jetzt schon in einem Rhythmus schlagen. Jede Nacht nebeneinander.
من شما را دوست دارم

Deine Dich liebende und ehrende Jenny

Dienstag, 21. Mai 2013

Lieber Leser,

wie hast Du mich gefunden?
Welche Fragen stellst Du mir oder Dir?
Welche Kommentare schwirren Dir im Kopf?
Bist Du ein potentieller Sponsor?

Unterstützt Du mich schon indem Du mich, Blog, liest?
Ja!

Ich freue mich Dich zu sehen. Dich zu unterhalten.
Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, weil er danach verlangte. Ich schreibe über Dinge, die mich beschäftigen, in der Hoffnung jemanden zu finden, der sich mit mir damit beschäftigen will. Ein Publikum, das soweit anonym bleibt und mir doch so nah ist.
Ich möchte mich austoben. Ich möchte nicht das Nonplusultra sein oder werden. Ich möchte üben. Und als solche Übung solltest Du als Leser meine Blogeinträge ansehen.

Ich habe mich dazu entschieden, jeden Tag einen Brief zu verfassen an eine x-beliebige Person, eine Person des öffentlichen Leben, an eine Institution, an einen Freund, an mich selbst. Ich denke jeder hat eine Meinung ausgefeilt oder ausgereift oder auch nicht. Jedenfalls ist dies meine Rebellion gegen den Stillstand. Ich will meine Handschrift sehen. Ich will selbst sehen, dass ich lebe. Nur all zu oft frage ich mich, was wenn ich keinen Beweis dafür erbringen kann, dass ich gelebt habe. Ich markiere mein Revier. Ich bin, weil ich schreibe.

Ich danke Dir, dass Du, Leser, vorbeigeschaut hast.
Und ich erinnere Dich daran, dass auch Du, wenn man Dein `s` gegen ein `b` tauscht, zum leben erwachst.
Bleib nicht stehen. Schaue nach vorne und folge immer Deiner Nasenspitze.

Deine Jey

OM, the Rig Veda and The Cat in the Hat

16. Mai 2013


Liebes Cannes - Festival,

wie geht es Dir?
Ich bin verzückt, dass Du mich jedes Jahr wieder nach Cannes entführst. Gerade konnte ich den Film `The Great Gatsby` im Kino genießen. Und schon erfahre ich, dass der ´große Gatsby´ der Eröffnungsfilm von den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes ist. 

Ich könnte jeden Film verschlingen und kritisieren. Ich wünschte ich könnte dabei sein. Ich wünschte, in baldiger Zukunft...

Unendlich ist meine Vorstellungskraft...

Ich bin heute mal als Mode und Stylingkritiker unterwegs. Ich kommentiere hier ein paar meiner liebsten Schauspieler und VIPs. 


Emma Watson
Liebe Emma, 
Dein Wunsch wie ein großgewordener Teenager mit zufälligem Modegefühl auszusehen, ist Dir gelungen. Aber leider geht die Rechnung nicht auf. Deine Figur, Dein Talent, Deine Ausstrahlung, wenn auch vor der Kamera etwas verloren, das kennen wir alles. Aber wie verpackt man ein vermeintliches Genie, ein heimliches Genie? Lässt es sich überhaupt in Mode packen? Das Rot passt nicht zur Tageszeit. Der quadratisch, lineare Schnitt passt nicht zu Deiner breitbeinigen, wenn auch bodenständigen Haltung. Warum nur hat der Designer Fransen angebracht an der delikatesten Stelle? Die spitz zulaufenden Schuhe... Wer mag die schon? 
Mehr Minirock, weniger 90er. 
Lass uns feiern gehen, wie in dem neuen Sofia Coppolla Film.


Florence Welch
Was ist passiert? Pink, Satin, Gelb, langweiliges Haar, passende pinke Tasche, ist das vielleicht doch Rosé?
Florence sieht super aus in bodenlangen Kleidern. Auch stehen ihr die maskulinen Details einer Klamotte, Kragen, angedeutete Knopfleiste, Ärmel. Dein blasser Teint verschwindet hinter den Punkten.
Die Schuhe erinnern mich an Cat Boots. W, W, W? Wieso, weshalb, warum?
In welchem Film ist Dein Talent zu sehen? Warum hat Dich noch kein Regisseur als Muse erkannt?
Wie gesagt, W, W, W?


Freida Pinto
Meine Herren nehmt euch in Acht. Welch edler Stoff. Dieser Schitz, diese Haltung, die Farben. 
Es ist ein Träumchen. Und als Mädchen träumt man davon, sich mit Dir, Freida im Hotelzimmer zurecht zu machen, die Familie anzurufen und ihnen zu erzählen, dass man gleich mit Freida auf den roten Teppich gehen wird.
`Noch ein paar Chips, Freida?`
Und noch eine Frage, da wir ja unter uns sind: `Wo ist Dein Freund?`


Lana Del Rey
Auch hier ein Parade-Beispiel an Abendrobe. Schwarz und weiß. In einem Gardinenmuster. Dunkler gezeichnete Linien am oberen und unteren Ende und in der Mitte eine Art Bleistiftzeichnung. Warum gibt es nicht mehr solche Gelegenheiten ein solches Kleid tragen zu können. Ich finde wir sollten alle einführen oder es initiieren, dass wir uns für´s Kino genauso schick machen. Oder wir könnten es abschwächen und unsere Garderobe nach dem Film auswählen. Wer hat nicht im `Great Gatsby` gesessen und sich gewünscht zumindest Glitzer- oder Juwelenohrringe zu tragen.


Nicole Kidman
Ja, ja, ja. Ganz schön. Aber so steif. Deine zerbrechliche Figur, Dein rotes Haar, Deine modeleske Größe. Alles lässt sich nicht in einem Foto wiederspiegeln. Das ist das Kleid, dass sie während der Eröffnungszeremonie getragen hat. Neben dem kleinen Spielberg stand sie für die Kameras posierend, zusammen mit der fantastischen Jury dieses Jahr. Es macht Sinn, wenn man Dich live oder in bewegten Bildern sieht. Aber der stehende Rock tut nichts Gutes auf diesem Foto. Gut, gut. Es ist schwer das richtige Outfit zu wählen.

Die Jury: 
Jury President Spielberg, Kidman, Ang Lee, Christoph Waltz, Daniel Auteuil (`In flagranti - wohin mit der Geliebten` (frz. org. `La doublure`)), Vidya Balan `Ishqia`, Lynne Ramsay, Naomi Kawase, Cristian Mungiu


Isla Fisher
Ein schönes Rot, eines das den roten Cannes Teppich erblassen lässt. Eine Komposition wie sie im Buche steht. Zu viel Schmuck oder zu bunt durchgewürfelter Schmuck. Ein einzelner schwarzer Opal hätte geriecht um ein überirdisches Outfit zu zeigen. Aber man kann nicht viel falsch machen bei einer solch wallenden Mähne und einem solch wallenden Kleid. Wie gesagt, Live Übertragung der Cannes Filmfestspiele im Hamburger Cinemaxx und roter Teppich für alle! Bitte.


Freida No.2
Ich nenne es mal ein Halle Berry - Pink. Ja, als Freundin hätte ich wie im schon erwähnten Hotelzimmer auch dazu geraten einfach zwei verschiedene Kleider zu tragen. Warum in nur einem Fummel rumlaufen, wenn man silber-grau und neon-pink dabei hat? Und dazu dieser fabulöse - ich bin schon länger in Cannes und mache Urlaub - Teint. Ein Traum. Ich liebe es, dass sie auf klassische Schnitte und Formen zurückgreift. Die indischen Schönheiten tragen schließlich auch meist Saris und sind die schillernsten Frauen auf Planet Erde. Freida, das nächste Mal einen Sari bitte. Am besten in royalem Blau. Ach, was rede ich, eine ganze Modenschau mit Dir bitte. Dir steht aber auch alles.


Audrey Tautou
Unser Star in Cannes. Ein Gedicht von einem Mädchen, das einst Amélie und heute Chanel No.5 Model ist. Lange, lange, lange schon ist es fällig, dass die Welt sie kennt. Audrey. Ein einfaches geblümtes Kleid. Dem Mai den Sommer entlockend. 3/4 lang. Das Spiel der unsichtbaren Nudefarbe am Schuh. Einen Kaffee für die Dame mit dem kurzen Haar. Eleganz und Jugend. Man möchte sie heiraten und weg. Schnappen und knutschen. Ins Regal stellen und sie zum Vorbild haben. Zur Hölle mit Plussize, es ist doch schön dünn zu sein.



So, liebes Cannes - Festival,
ich hoffe irgendwann kommst Du mal auf die Idee, Dich im Fernsehen und auch hier in Deutschland zu zeigen. Ich vermisse Dich. Deine untergehende Sonne lässt die Stars meist besser aussehen als auf dem roten Teppich Deines großen Bruders, der Oscar. Nach Jahren erst entdecke ich, dass Interviews mit den Stars durchgeführt werden. Nach Jahren erst erfahre ich, dass dieser oder jener Film bei Dir ausgezeichnet wurde, und zwar in Form einer kleinen goldenen Palme auf dem Cover einer DVD. Wann hat das ganze ein Ende und ich werde auch hierzulande eine Woche lang Outfits, Musik und vor allem Film feiern dürfen?

In diesem Sinne und weil ich beleidigt bin, dass Du so weit weg von mir bist, widme ich mich jetzt Bollywood. 100 jähriges Bestehen. Mal schauen wem ich als nächstes einen Brief schreibe.

Deine Jey


Montag, 20. Mai 2013

14. Mai 2013

Liebe Angelina Jolie,

ich konnte die Schlagzeilen nicht glauben, als ich am Dienstag gelesen habe, dass Du Deine Brüste Dir hast abnehmen lassen. Ich saß am Tisch und unterhielt mich mit meinen Liebsten, Reza und meiner Mama.
Und ich stammelte: `Ich kann das nicht glauben, dass das wirklich passiert ist.`
Meine Mutter war entsetzt und entgegnete empört: `Aber Brustkrebs ist etwas so Allgemeingegenwärtiges. Man muss und darf nicht die Augen davor verschließen. Und nur weil es Angelina Jolie ist, heißt es doch nihct, dass es ihr nicht passieren kann.`
Meine Annäherung zu dem Thema war eine ganz andere. Ich sagte: `Nein, nicht deswegen, nicht weil sie ein Star ist, sondern weil ich es von ihr nicht erwartet hätte.`
Ich erkläre und erkläre.
Ich bin geschockt, weil Angelina, Du ein Leben geführt hast bis jetzt, welches absolut zu beneiden wäre. So weit ich mir erlauben darf, es, Dein Leben zu beurteilen. Ein Leben als Schauspielerin auf den Spuren Deines Vaters.

Deine Karriere schien gut zu laufen. In Hollywood wurdest Du aufgenommen. In der Hollywood-liebenden Fangemeinde, unter meinen Freunden wurdest Du verehrt, anerkannt, als Vorbild genommen.
Ein guter Freund von mir hatte ein Poster in seinem Teenagerzimmer, dass Dich als Rebellin zeigt, mit tiefsitzender Hose, Deine Tatoos zeigend, einen lasziven Blick in die Kamera. Ein geiles Foto. Auch ich bewunderte Deine Schönheit. Umso interessierter war ich auf Filme mit Dir.

Kommen wir zu dem, was ich loswerden möchte. Wie kann es sein, dass trotz Deiner Entwicklung, keinen großen Blockbustern mehr hinterher zu laufen. Oder von ihnen abhängig zu sein.
Dein Film über die Entführung eines französischen Journalist, der in Pakistan verschleppt wird. `A Mighty Heart`
Dein Film über die wahre Grausamkeit des Bosnien - Krieges. `In The Land Of Blood And Honey`
Deine Tätigkeiten als Botschafterin in verschiedenen afrikanischen, asiatischen Ländern. Dein Wille und die Adoption Deiner Kinder. Deine gefundene Liebe zu Brad Pitt. Aber was und warum hat es Dich bewegt, geschüttelt, auf einmal dem Rat der westlichen Medizin zu glauben und zu folgen? Wenn ein Doktor, eine Doktorschaft, die Ergebnisse vorlegt und eine Operation als Option erklärt.
Westliche Medizin, das Weltgeschehen, das innere Universum. Alles zu entdecken ist ein schwerer Weg. Wir alle hadern mit unserem Leben. Was sollen wir tun? Wie können wir bestehen und erreichen, was wir erreichen wollen? Wie können wir all diese Informationen verdauen, die wir eingetrichtert bekommen, verdauen ohne uns selbst zu verlieren?
Als Botschafterin hattest Du doch eine Vision. Als Frau hat man eine Vorstellung von den Dingen. Schau Dir das Leben, die Generationen an, die schon diese Erde bewohnt haben. Ich dachte, wenn dann Du, wärest eine, die einen Durchblick hätte.

Was ist, wenn die Erkenntnis auch blind macht? Was, wenn sie einen unausgewogen, verzerrt, voreingenommen macht? Wie können wir wieder zu unserer kindlichen Neugier und zu unbeflecktem Leben zurückkehren?

Ich habe Deine Erklärung nicht gelesen. Ich habe die ellenlangen Briefe und Artikel über Deine Entscheidung und auch über Deine zu bezweifelnde Vorbildfunktion nicht gelesen. Ich wollte selbst etwas verfassen nur um zu bemerken, dass Dein Schicksal, unser aller Schicksal nicht in einen Brief, aus welcher korrespondierenden Richtung auch immer, zu fassen ist.

Ich hoffe es geht weiter für unsere Kinder. Ich hoffe wir können eines weiterreichen und das ist die Erkenntnis.

Deine Jey

Muttertag

Sonntag, 12. 05. 2013

Liebste Mama.
Ein Hoch auf alle Mamas. Wenn die Mamas nicht wären, dann gäbe es uns nicht. Überall ließt man vom Muttertag. Jeder liebt seine und verehrt diese in den höchsten Tönen. 




Mama, was ist eine Mutter? Eine Mutter ist ein Mensch der die näher ist als du dir selbst. weinst du- weint sie mit dir, lachst du- lacht sie mit dir und auch wenn du sie nicht einmal siehst- geschweige denn mit ihr gesprochen hast spürt sie das dich etwas bedrückt. Heute ist der Muttertag und erst an solchen Tagen machen sich viele Menschen Gedanken darüber was einem die eigene Mutter doch bedeutet. Manch einer kann es zeigen und der andere wiederum nicht aber trotzdem weiß eine Mutter selbst das! Die einen haben die Möglichkeit deren Mütter täglich zu sehen, die anderen sehen sie sporadisch und genauso gibt es leider auch Leute die diese Chance nicht mehr haben....
Im Grunde ist eine Mutter ein Schutzengel der auch bis zum bittersten Ende bei dir ist.
Ich liebe dich Mama
    — mit Nasrin





Mothers hold their children's hands for a short while, but their hearts forever. Happy Mother day to all my friends (female) and family
XXX

Ich weiß in meinem Herzen, dass ich meine Mama über alles liebe. Dass ich ihr dankbar bin, dass ich Ihre Tochter sein durfte. Unendliche wunderschöne Erinnerungen verdanke ich meiner Familie und ganz im Besonderen an meine Mutter. 
Sei es Ihr strahlendes Lächeln, Ihre Schönheit, Ihre Inspiration, die sie weitergab ohne auch nur zu planen. Ihre schiere Existenz ist von einer Bedeutung und einer Schwere, einem Gewicht, unbeschreiblich.
Wie lässt sich meine Liebe in einem zusammengebastelten Foto ausdrücken? Wie lässt sich meine Zuneigung, will meinen Verbindung zu Ihr erklären? In einem Facebook - post? In einem Blumenstrauß.
Ich verließ mein wohliges Heim, dass bis zuletzt nur ich und meine Mutter bewohnten, in der Schäfergasse um mein Studentenleben zu leben. Um das eigenständige Leben zu erleben. Um mein Geld auszugeben. Ich gab alles aus und kehrte wieder zurück, in die wärmenden Hände meiner Mutter. Umzählige Male half sie mir, half ich ihr. Wir lebten und liebten. Lachten und stritten. Alle unbewussten Handgriffe, alle Kreativität verdanke ich ihr. Und immer wieder erkenne ich mein eigenes Wesen in ihr und Ihr Wesen in mir. Und ich schüttele den Kopf und bin dankbar für die Erkenntnis. 
Und auch meine Melancholie lässt sich mit dem Wesen meiner Mutter erklären. Mein Herz schlägt in Ihrem Rhythmus und wenn nicht in Ihrem, dann in welchem? Oder überhaupt?
Mein Leben verdanke ich einer Frau, die vielleicht auch, wie ich gerade in meinen Lebensumständen, sich ein Baby wünscht und ihren Bauch streichelt um zu erfahren, welch Wunder die Liebe hervorbringt. 
Eine Frau, die ein drittes Mal schwanger war und vielleicht Übelkeit, Schläfrigkeit, Hungerlustgefühle, Dicksein erfuhr um am 21. März 1984 ein Baby in den Armen zu halten, das ich bin!!!
Danke, Mama
Deine Jeyproductions