Dienstag, 28. Mai 2013

Liebes Wer wird Millionär-Team,

ich würde mich gerne bewerben. So gerne sehe ich die Sendung und so oft weiß ich die Antwort und denke mir ich könnte auch den einen oder anderen Witz mit Günther robben.
Natürlich brauche ich das Geld. Und ich bin überzeugt, dass man eine Portion Glück braucht um weit genug zu kommen. Muss es unbedingt Wissen sein?
Ich weiß es nicht.
Ein Bekannter von mir hat sich erst kürzlich bei Euch beworben und nach einem ausführlichen Telefoninterview wurden ihm Fragen zur Kunst gestellt. Er hätte gerne einen Joker gezogen, denn in der Kunst kannte er sich nicht sonderlich gut aus. Er war aber, wie gesagt noch in der Vorauswahl und konnte keinen Joker ziehen. Er wurde abgelehnt.
In anderen Blogs, wohl auch von bekannteren Personen, wie Bloggern oder Schriftstellern, laß ich, dass sie wirklich persönliche Fragen beantworten sollten und dies auch einfach ablehnten und ihr Missfallen auch äußerten. Nicht nötig zu erwähnen, dass auch sie es nicht ins Studio auf den Stuhl, der die Welt bedeutet, schafften.
Also was soll ich davon halten?
Was soll ich davon halten, dass in jeder Sendung ein Kandidat aus Hamburg kommt. Erhöht es meine Chancen, da ich auch in Hamburg wohne? Oder leben hier in Hamburg einfach so viele geldgeile Menschen? Das Leben in Hamburg ist teuer, teurer als im Süden des Landes. Allerdings muss man ja nicht jeden Tag in der Europapassage flanieren und shoppen.
Will sagen, welche Kriterien muss ich erfüllen um ein Kandidat zu werden?
In der vergangenen Sendung saß eine Lufthansa Stewardess, Julia, etwa 28 Jahre alt, die mit Leichtigkeit Fragen zu Kinoprogramm und Oper beantworten konnte. Die Fragen, die ihr gestellt wurden zwangen sie mehr oder weniger spät einen Joker zu ziehen. Zum Beispiel um die Frage nach den südlichsten Städten im jeweiligen Bundesland. Eine klassische Publikumsfrage (alle). An der Frage nach der Vorbeschäftigung von Gucci, nämlich der Betrieb eines Gepäckstücke Laden, scheiterte sie. Sie gewann 64.000 Eur.
Nach ihr kam eine Dame an die Reihe, die bestimmt mal 10 Jahre älter war als die Stewardess, allerdings bekam sie Fragen ganz anderer Kategorie. Sie gewann nur 8000 Eur.
Was war das? Denken sie nicht, liebes WWM-Team, dass es dem Zuschauer auffällt, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
Bin ich wenn ich eine interessante Geschichte zu erzählen und eine angenehme, vorzeigbare Persönlichkeit habe denn prädestinierter als andere Kandidaten? Wird schon im Vorhinein entschieden, wie weit ich komme und wie lange ich somit auf dem Stuhl sitze?
Mach ich mir vielleicht auch zu viele Gedanken schon im Vorhinein, und verpasse damit mich einfach und auf dem normalen Weg zu bewerben.
In meinem Freundeskreis und in der Familie erzähle ich stolz, dass ich mir vorstellen könnte bei WWM mitzumachen. Ich bereite mich sogar vorsorglich schon auf mögliche Fragen vor. Ich habe eine Liste der Bundespräsidenten und Bundeskanzler.
Aber will ich wirklich Teil einer Show sein, die so unfair mit den Kandidaten umgeht?
Ein Spiel im Fernsehen, dass ich schon sehr lange verfolge, dass eigentlich ein korruptes Spiel ist.
1,- Eur kostet die Bewerbung einmalig. Das Telefoninterview will erwartet werden. Auch die Rückmeldung ob man zur Show kommt oder nicht. In der Show dann kurz vorher eine Schnelligkeitsfrage.
Kann ich das?

Bis bald
Jey

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