Heute geht mein Brief an die Geschlechter.
Es wird nie eine Einigung geben zwischen den Geschlechtern. Immer wieder verletzen wir uns gegenseitig, weil wir zu egoistisch sind uns in den anderen hinein zu versetzen. Wir werden nie verstehen was in dem anderen vorgeht. Eine Frau denkt vielleicht ausschließlich an Kinder und der Mann nur an genügend Geld. Während sie vielleicht schon in die gleiche Richtung schauen, werden sie es nie schaffen. Man kann es schaffen. Wenn man Dinge akzeptiert, über sein Ego hinweg sieht. Aber wer macht das schon gerne? Am Ende ist man nämlich immer mit sich allein. Man klärt Dinge nun mal nicht mehr mit den Eltern. Wenn man es je mit ihnen geklärt hat. Man hat nur noch sich selbst. Die eigenen Gefühle sagen einem schon wo es langgeht.
Es ist zu komplex, das Thema.
Ja, man kann es mit Humor sehen. Der Mann will sein Leben lang jagen und sammeln, das steckt ihm in den Genen. Die Frau will horten, kreieren. Warum mühen wir uns ab? Warum wollen wir unbedingt begreifen worum es geht. Warum die Philosophie und Anthropologie jahrelang studieren? Ich sage Sartre hatte einfach nur Glück, dass sein Weibsbild schlauer war als er. Wäre sie das nicht gewesen hätte sie ihm schon längst...Und zwar mit der gusseisernen Bratpfanne.
Ja, man kann es auch einfach abwarten was passiert. Wir seien auf dem richtigen Weg. Mmmmh, vielleicht. Aber ich sage Dir der Weg war schwer und meine Füße haben Schwielen und Narben. Und ich will vielleicht auch nicht mehr weitergehen, weil meine Blasen anfangen zu bluten.
Ja, man kann darüber schreiben. Aber nie werde ich festhalten können was für eine Art von Fragezeichen es in meinem Kopf hinterlässt, wenn ich darüber nachdenke was wir schon wieder für einen Schwachsinn zusammen gestritten haben. Ich bin überzeugt, dass ich mir einfach nicht über meine Rolle im Klaren bin. Ja, meine Geschlechterrolle in diesem Dialog, diesem Stück für eben nur uns, zwei Schauspieler.
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